Pollenried. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberpfalz (FVO) lud kürzlich die Geschäftsführer der oberpfälzischen Waldbesitzervereinigungen ein, an einer Vorführung des Schreiners und Holztechnikers Franz Eschlbeck teilzunehmen, der seine Erfindung präsentierte: moderne Holzwuchshüllen für junge Bäumchen.

Diese wurden bis dato von Plastikhüllen vor dem Wild geschützt, jedoch besteht die Gefahr, dass das Plastik im Wald verbleibt. „Das ist nicht nachhaltig und passt nicht zu unserer Philosophie als Förster. Daher sind wir auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Alternative für unsere Waldbesitzer“, erklärte Silva Wild, Försterin der Waldbesitzervereinigung Pielenhofen. Daher habe sie gemeinsam mit Eschlbeck eine Aufforstungsfläche versuchsweise mit den Holzwuchshüllen bestückt. Bereits nach wenigen Monaten zeigten sich die Anwuchserfolge bei Laub- und Nadelhölzern.

Die biologisch abbaubaren Wuchshüllen halten laut Eschlbeck rund acht Jahre – bis dann seien die kleinen Bäumchen aus dem Gröbsten.

Martina Möhl von der FVO merkte an, dass die heimischen Wälder großteils PEFC-zertifiziert seinen, was die Minimierung von Plastik im Wald bedinge. Auch werde die staatliche Förderung für Plastikwuchshüllen in absehbarer Zeit wegfallen und die Waldbesitzer müssten spätestens dann nach Alternativen suchen. „Daher sind wir gerne bereit, innovative Projekte zu unterstützen“, so Möhl. Eschlbeck appellierte an die Geschäftsführer: „Wir müssen das Holz wieder zum Holz bringen.“ Es sei die beste Werbung für Holzprodukte, wenn die Holzproduzenten davon selbst überzeugt seien und in der Praxis anwendeten.

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